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Das Motto erscheint nicht übertrieben,
denn zwangsweise bleibt eine Schülerband jung, nicht
weil Jugend einfach schön ist, sondern die Fluktuation
manchmal arge Lücken reißt, und dann ist es gut,
dass der Nachwuchs schon in den Startlöchern hockt, um
loszulegen. 1981 gründete Hartmut Sperl aus dem Improvisationsunterricht
des "Evau" heraus eine größere Combo
mit Rhythmus und Gebläse. Nach einer wechselhaften Anfangszeit
mauserte sich die Formation zu einer heimischen Größe,
denn mit über 20 Musikern gelang es bald, in der Siegener
Kulturszene Fuß zu fassen. Für die EV-Big Band
bedeutet Tradition: ein guter Ruf, feste Probenwochenenden
im Felsenkeller Altenkirchen, Pflichtbesuche bei der WDR-Big
Band als Aufputschmittel und alle zwei Jahre ein Konzert in
der Oase. In Siegen profitierte die Band am meisten vom Jazzclub
und der Konzertreihe im "Oberen Schloss". Im aktuellen
Programm sind zum ersten Mal Songs der Rockgrößen
Steve Winwood und Paul Simon zu hören. Dazu kommen Stücke
von Michael Jackson, Stevie Wonder und Titel der Jazztradition.
Der Bandleiter ist schon seit langem das älteste Mitglied
und seine Ohren halten sich einigermaßen. Allmählich
geht die Band auf ihren 30. Geburtstag und das 200. Konzert
zu. Gut denkbar, dass beides in naher Zukunft in der Oase
gefeiert werden kann. |