Den aparten Titel suchten sich
die drei US-Jazzer für ihre CD aus, die im gleichnamigen
Club der Stadt Louisville/Kentucky vor einem Jahr aufgenommen
wurde. Deutsche Einwanderer ließen sich Ende des 18.
Jahrhunderts am Fuße des Ohio nieder, in einer Gegend,
die später als „Germantown“ bekannt wurde.
Bassist Goldsby, rhythmische Säule der WDR-Big Band,
zog es mal wieder in seine alte Heimat, in der er sich mit
den Vollblutjazzern Duncan (Altsaxophon) und Tiemann (Schlagzeug)
zusammenschloss, um sich jetzt auf eine Europatournee zu begeben.
Der Triosound wird durch klare, luftig schwebende und modern
swingende Klänge durchzogen. Eigenkompositionen bilden
den Schwerpunkt des Repertoires, das aber auch Juwelen aus
der Feder von Billy Strayhorn/Duke Ellington aufnimmt. Das
Spiel seiner Kollegen bezeichnet Goldsby als fantastisch groovend
zwischen Swing, Funk und geraden und ungeraden Taktarten.
John Duncans Altsax glänzt durch eine Fülle von
Ideen und klar strukturierten Improvisationen. Als Sideman
arbeitete er mit Aretha Franklin, Norah Jones oder den Violent
Femmes zusammen. Jason Tiemann begleitete bereits Joanne Brackeen
und Bob Mintzer. Sein Einfühlungsvermögen am Schlagzeug
bildet eine ideale Grundlage für die spielfreudige Band.
Die „Nachbarn“ schließen sich für einige
Stücke mit dem Siegener Pianisten Hartmut Sperl zusammen,
so dass auch das Sessionelement nicht fehlen wird.