Man nennt ihn den "Mann, der den Funk erfand". Bereits mit 11 Jahren saß er für die Bands, die sein Stiefvater für ein Tanzlokal in Lubbock gebucht
hatte, am Klavier. Bereits wenige Jahre später nahm er Unterricht bei dem
legendären Sonny Rollins. 1965 trat Pee Wee der "James Brown Revue" bei und war innerhalb von sechs Monaten Bandleader. 1967 war er Co-
Writer des ersten Hits des Godfather Of Soul And Funk: "Cold Sweat". Das
Stück steht für das, was wir bis heute mit Funk verbinden, und wurde gefolgt von 26 weiteren Stücken.
Mit seinen Jazzeinflüssen war er in der Lage, R&B zu destillieren und komplexe,
polyrhythmische Arrangements zu schreiben, die einen Dialog mit
Mr. Browns Gesang führten. Pee Wee beeinflusste George Clinton, Sly
Stone und - unerwartet! - das 70er-Jahre-Werk von Miles Davis. Pee Wee
arbeitete zusammen mit Esther Phillips, George Benson, Hank Crawford,
Johnny Hammond, Sonny Stitt und Brother Jack McDuff. Somit wurde Pee
Wee eine feste Größe in den Notizbüchern erfolgreicher Produzenten. Rod
Stewart und Chris Isaak bedienten sich seines warmen, groovenden Tons
ebenso wie Tom Jones. Van Morrison beschäftigte den Südstaatler aus Florida
immer wieder als Musical Director und Maceo Parker groovte mit ihm
viele Jahre über die Bühnen der Welt.
In den 90er und 2000er Jahren konzentrierte sich Pee Wee vermehrt auf
seine Soloprojekte. Seine Soloplatten stellten seine stilistische Vielfalt unter
Beweis: Vom Blues über Gospel bis hin zur Weltmusik. 2008 kehrte er mit
dem Projekt "Black Still Proud - An African Tribute to James Brown" in Zusammenarbeit
mit seinen langjährigen Bandkollegen Fred Wesley und
Cheikh Lo wieder zu seinen Wurzeln zurück.
Mit afrikanischen Gästen,
u. a. Angelique Kidjo,
tourten sie durch Großbritannien,
Europa und Nordamerika,
wo sie im
Sommer und Herbst 2011
wieder gastieren. Im April
2011 erschien Pee Wees
neuestes Album "Tenoration",
das einen dynamischen,
vielseitigen Mix
von Jazz und Funk verkörpert,
der wie immer Pee
Wees individuelle Hand
schrift trägt. "Tenoration" besticht zudem durch sein
lebhaftes, packendes
Live-Feeling.