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Als „Jazz Age“ gingen
die Jahre zwischen dem Ende des ersten Weltkriegs und der
Weltwirtschaftskrise 1929 in die amerikanische Geschichte
ein. Es war die Zeit der Prohibition: Alkohol war verboten
und wurde nur in abgelegenen „speakeasys“ („Flüsterkneipen“)
verkauft. Amerika saß auf dem Trockenen und hörte
Jazz, der sich zunehmend auch aus den frivolen Liedern der
Broadway-Shows speiste, popularisiert durch die neuen Medien
Radio und Schallplatte. Der anzügliche Witz, aber auch
die harmonischen und melodischen Finessen dieser Kompositionen
haben über die Jahre nichts an Reiz eingebüßt.
Dennis Mackrel, der als gefeierter Schlagzeuger u. a. im legendären
Count Basie Orchestra spielte, hat sich bereits bei zwei Produktionen
für die WDR Big Band Köln als versierter Arrangeur
erwiesen. Diesmal umschmeicheln seine Orchestrierungen die
Stimmen zweier Künstler, die in Jazz, Soul und Fusion
gleichermaßen profiliert sind: China Moses hat sich
längst aus dem Schatten ihrer berühmten Mutter Dee
Dee Bridgewater gelöst und wird von Fachleuten als legitime
Nachfolgerin der „Queen of Blues“ Dinah Washington
betrachtet. Ola Onabule, der beim Gedächtniskonzert für
Hiram Bullock mit der WDR Big Band Köln debütierte,
fasziniert durch den samtigen Klang und die Nuancenvielfalt
seines Timbres. Er teilt regelmäßig die Bühne
mit Größen wie Natalie Cole, Dianne Reeves oder
Al Jarreau. Daneben ist er auch als Texter, Komponist und
Produzent erfolgreich – so etwa bei seinem hinreißenden
Album „The Devoured Man“.
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