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Der Jazzclub Oase Siegen
1982
von Siegener Jazzfans gegründet, hält sich Siegens Hauptinstitution
in Sachen improvisierter Musik seit über 20 Jahren auf sicheren
Beinen und ist mehr denn je fester Bestandteil des regionalen Kulturlebens
mit internationalem Zuschnitt und traditionellem Schwerpunkt auf
der Förderung der heimischen Jazzszene.
Im weiten
Umkreis lässt sich wohl kaum eine Gelegenheit für den
lauschenden Zuschauer finden, bei der ein Pianostar wie McCoy
Tyner aus nächster Nähe bewundert werden kann.
Die mittlerweile verstorbene Jazzvokalistin Betty
Carter fühlte sich einst so wohl, dass sie nach ihrem
Gig in lockerer Atmosphäre an der Oase-Theke beim Glas Wein
über ihr Privat- und Künstlerleben plauderte.
Große Drummer wie Elvin Jones, Tony Williams,
Dave Weckl, Dennis Chambers und nicht zuletzt Vinnie
Colaiuta - um nur die wichtigsten zu nennen - stellten ihre
Trommeln einen Meter vor der ersten Publikumsreihe auf.
Da
die Oase seit 1997 Jahren im modernen Medien- und Kulturhaus LZ
untergebracht ist und dort ca. 16 Konzerte von September bis April
organisiert, "besucht" uns auch der WDR
mit seiner Big Band zu Konzertmitschnitten
einmal im Jahr oder reist mit ehrgeizigen Projekten - wie z.B. "25
Jahre European Jazz Ensemble" - an.
Musik braucht
nicht nur aufmerksame Hörer, sondern spielt auch zum Tanz auf:
diesem Trend folgt der JCO durch Salsa-Gruppen wie Conexion
Latina und Salsa Picante. Eine
Hip Hop Groove Night mit Livebands und DJ lockte auch das jüngere
Publikum ins LZ. Schon in den Gründerjahren stand der
Jazz-Nachwuchs auf der Bühne des Clubs, der großen wie
kleinen Formationen das so wichtige Podium in der Öffentlichkeit
verschafft.
Die Zeiten
des alten SI-Hauses - hier wurde der Club gegründet - sind
längst vorbei: Einst musste sich Albert
Mangelsdorff an der Posaune solo noch gegen eine intakte
Bowlingbahn Gehör verschaffen. Benny Wallace
oder auch Michael Brecker sind heute unter
besten akustischen Raumbedingungen zu genießen. Durch eine
optimale Betreuung 'backstage’ versucht der Club, den Künstlern
das Leben "on tour" so angenehm wie möglich zu machen,
denn zufriedene Künstler spielen besser.
So konnte z.B. der Tourmanager von Popa Chubby
(er war 2000/2001 bei uns) nach dem Gig ohne Übertreibung sagen,
dass man auf der Tour bisher nicht besser versorgt worden wäre
als in der Oase. Zur guten Clubatmosphäre gehören ein
gemütliches Foyer vor dem Veranstaltungsraum und ein Bistro/
Restaurant ein Stockwerk höher mit erlesenen Speisen. Aber
nicht zuletzt das jazz- und bluesdurstige Siegener Publikum macht
Siegen und die Oase zur beliebten Station vieler nationaler und
internationaler Musiker auf ihren Tourneen. O-Ton Wolfgang
Haffner, der deutsche Ausnahmetrommler, der schon in einigen
Formationen bei uns zu Gast war in einer Mail an einen befreundeten
Drummer schrieb er:
War das letzte Mal mit Doldinger’s Passport in der Oase in Siegen und
habe den Abend in tierisch guter Erinnerung. Publikum war superklasse.
Auch die Musiker der WDR Big Band sind
der Meinung, ihre Gigs sollten bei uns einmal monatlich stattfinden...
Dank seiner Hauptsponsoren, der Sparkasse Siegen und der Stadt Siegen, ist der JCO in der
Lage, einem anspruchsvollen, kulturbewussten Publikum Jazz, Blues, Latin und Fusion
auf hohem Niveau zu bieten.
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